Praxisgemeinschaft für Kinder- und
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Diktat bei LRS

... und die Diktate ...



SET bei LRS

... wenn man eine Rechtschreibstörung hat



  

LRS und Rechenstörung

 

Lese-Rechtschreib-Probleme und Rechenprobleme gehören zu den Teilleistungsstörungen. Dies bedeutet, dass sie als isolierte Beeinträchtigung auch bei ansonst gut entwickelten und begabten Kindern auftreten können.

 

 


 

 Lese- und/oder Rechtschreib-Störung

Die Lese-Rechtschreib-Störung (Fachbegriff: Legasthenie) ist eine angeborene Erkrankung, von der etwa 5 von 100 Menschen betroffen sind. Man geht davon aus, dass spezifische Bereiche des Gehirns, die für die Verarbeitung und Speicherung der entsprechenden Informationen zuständig sind, beeinträchtigt sind. Häufig finden sich bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreib-Störung Beeinträchtigungen bei der Hörwahrnehmung (Reime erkennen, Silben erkennen, Laute unterscheiden), und auch bei der räumlichen Wahrnehmung (Formen unterscheiden, Raum-Lage-Beziehungen). Auch die Sprachentwicklung ist bei einigen der Kinder beeinträchtigt oder beeinträchtigt gewesen.

 

Die Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Störung fallen meist in der Schule durch schlechte Leistungen in dem betroffenen Bereich auf. Zur Diagnosestellung müssen einige Tests gemacht werden: Intelligenztest, Lese- und Rechtschreibtests, gegebenenfalls Tests zur Hörwahrnehmung und zum räumlichen Vorstellungsvermögen. Die Tests sind standardisiert und werden deutschlandweit in Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxen, bei Schulpsychologen und Beratungsstellen eingesetzt. Damit von einer Lese-Rechtschreib-Störung gesprochen werden kann, muss die Leistung in diesem Bereich deutlich schlechter sein als die im Intelligenztest gemessene Grundbegabung. Die schulische Leistung sollte im Teilleistungsbereich schlechter als Note 4 sein.

Die Untersuchung auf eine Lese-Rechtschreib-Störung ist frühestens ab Ende der 2. Klasse sinnvoll. Erst dann ist der Prozess des Lesen- und Rechtschreiben-Lernens weitgehend abgeschlossen. In einigen Fällen deutet sich eine Teilleistungsstörung in der 2. Klasse an, lässt sich testpsychologisch aber noch nicht nachweisen. Regelmäßige Nachtestungen Ende der 3. und 4. Klasse sind dann sinnvoll. Manchmal wird das Ausmaß der Beeinträchtigung erst zu diesen späteren Zeitpunkten deutlich.

 

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche ist seit 2016 als Krankheitsbild nicht mehr anerkannt.

 

Rechenstörung

Für die Rechenstörung (Fachbegriff: Dyskalkulie) gilt im Grunde genommen das gleiche wie für die Lese-Rechtschreib-Störung. Es handelt sich um eine angeborene Erkrankung, die allerdings weit weniger wissenschaftlich untersucht ist. Die Diagnosestellung erfolgt wie bei der Lese-Rechtschreib-Störung, aber mit spezifischen Rechentests.

 

Bescheinigungen für die Schule

Sollte der Kinderpsychiater bei einem Kind eine Lese-Rechtschreib-Störung feststellen, kann er dies bescheinigen. Das Attest können die Eltern dann der Schulleitung und der zuständigen Schulpsychologin vorlegen. Diese entscheiden, ob sie den Nachteilsausgleich anwenden wollen. Beim Rechtschreiben wird dann die Rechtschreibleistung nicht mehr benotet. Beim Lesen wird üblicherweise ein Zeitzuschlag gewährt. Der Zeitzuschlag kann für Kinder, die ansonst bei schriftlichen Proben mit Textaufgaben in Zeitnot geraten, sehr hilfreich sein.

 

Förderung bei Teilleistungsstörungen

Die Behandlung von Teilleistungsstörungen wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass selbst durch eine professionelle Förderung nur eine minimale Verbesserung des Lesens oder Rechtschreibens erreicht werden kann. Im Regelfall müssen deswegen die Eltern die Kosten selber übernehmen, wenn sie eine Behandlung wünschen. Es gibt speziell ausgebildete Therapeuten für alle Teilleistungsstörungen. Eine Therapeutenliste bekommen Sie in meiner Praxis. Die Förderung sollte mindestens ein Jahr durchgeführt werden.

In manchen Fällen kommt das Jugendamt als Kostenträger der Förderung in Betracht. Dies ist bei Kindern der Fall, die unter der Teilleistungsstörung sehr leiden und deswegen bei ihrer Integration in die Gesellschaft gefährdet sind.

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