Praxisgemeinschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Bahnhofstr. 15 (Salinplatz)
83022 Rosenheim
Fax: 0 80 31 - 231 35 94
Praxis Dr. med. Harry Scheele
Tel: 0 80 31 - 231 35 95
Praxis Dr. med. Eva Maria Paas
Tel: 0 80 31 - 220 45 95
Kontakt Impressum Datenschutz
Rennauto

ADHS-Kinder haben viel Energie ...



ADHS ist nicht zu überhören ...

... und können ziemlich laut sein ...



Trotzig

... oder schlecht gelaunt ...



Freude

... aber sich auch riesig freuen



  

ADS-ADHS

 

 

Aufmerksamkeits

Defizit

Hyperaktivitäts

Störung

 

Beschreibung

Die Bezeichnung beschreibt schon im wesentlichen die Merkmale der Erkrankung. Hauptmerkmal ist ein Aufmerksamkeitsdefizit. Dies bedeutet, dass die Aufmerksamkeit nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden kann. Die Kinder (oder auch Erwachsene) nehmen sich vor, eine Aufgabe konzentriert zu erledigen. Sie schweifen aber dann leicht mit ihren Gedanken ab und lassen sich durch störende Reize ablenken. Es fällt ihnen deswegen schwer, ihre Aufgabe zügig und in einem Stück zu erledigen. Die gestörte Aufmerksamkeit zeigt sich häufig nicht bei Tätigkeiten, an denen das Kind selber ein großes Interesse hat. Manche Kinder können, obwohl sie eine Aufmerksamkeitsstörung haben, sehr lange Playstation oder Lego spielen. Bei den Hausaufgaben fällt es ihnen dann aber doch wieder schwer, sich zu konzentrieren.

Ein nicht immer vorhandenes Merkmal der Erkrankung ist die „Hyperaktivität". Damit meint man eine körperliche Unruhe, die das normale Maß überschreitet. Manche Kinder mit einer Hyperaktivität können kaum eine Minute still auf ihrem Stuhl sitzen, weder beim Essen, noch bei den Hausaufgaben oder in der Schule. Wie alle Merkmale der ADHS kann aber auch dieses unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Kindern fällt nur auf, dass sie andauernd etwas in den Händen haben müssen und damit spielen. Dies wäre eine nur leichte Ausprägung der Hyperaktivität bzw. motorischen Unruhe.

Je nachdem, ob eine Hyperaktivität vorliegt oder nicht, unterscheidet man zwei Formen der Aufmerksamkeitsstörung. Kinder, die eine Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität haben, fallen durch ihre körperliche Unruhe häufig stark auf. Kinder, die eine Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität haben, wirken meist verträumt und geistesabwesend. Von dieser Form der Aufmerksamkeitsstörung sind überwiegend Mädchen betroffen. Sie wird leicht übersehen, da die Kinder nicht als störend empfunden werden.

Ein weiteres Merkmal, das vorhanden sein kann, ist die „Impulsivität". Impulsive Kinder sind häufig ungeduldig und unbeherrscht. In der Schule warten sie nicht, bis sie aufgerufen werden, sondern schreien die Antwort auf eine Frage einfach heraus. Sie mischen sich in Gespräche oder Spiele anderer ein und können selten warten, bis sie an der Reihe sind. Damit verbunden finden sich immer wieder überschießende emotionale Reaktionen, wie übergroße Freude oder schnelles Gekränktsein.

 

Ursachen

Bei der Aufmerksamkeitsstörung handelt es sich um eine angeborene Erkrankung. Ungefähr 6% der Menschen sind davon betroffen. Häufig ist sie vererbt. Dies bedeutet, dass sich in vielen Familien ein Erwachsener findet, bei dem sich bei näherer Betrachtung ebenfalls eine Aufmerksamkeitsstörung findet. Es kann deswegen manchmal sinnvoll sein, sich die Zeugnisse der Eltern anzusehen. Die angeborene Erkrankung führt zu einem Ungleichgewicht im Übertragungssystem zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die angeborene Aufmerksamkeitsstörung ist nicht durch Erziehung oder emotionale Belastungen verursacht.

 

Diagnosestellung

Es gibt keine Untersuchung, mit der man eine Aufmerksamkeitsstörung „beweisen" kann. Die Diagnose setzt sich deswegen aus mehreren Bausteinen zusammen. Als erstes und wichtigstes müssen andere Ursachen für Aufmerksamkeitsprobleme ausgeschlossen werden, beispielsweise emotionale Belastungen, Überforderung allgemein oder in bestimmten Bereichen und andere psychiatrische Erkrankungen wie Depression.

Als nächstes muss beurteilt werden, wie ausgeprägt die Symptome sind. Dazu ist die Verhaltensbeobachtung in Leistungs- und Spielsituationen in der Praxis wichtig, aber auch die Einschätzung und Berichte der Eltern, der Schule, möglicherweise von Ergotherapeuten oder anderen Behandlern. Sie werden deswegen meist Fragebögen für die Eltern und die Schule mit nach Hause bekommen. Insgesamt entsteht dann ein Eindruck, ob die Krankheitsmerkmale so ausgeprägt sind, dass von einer Aufmerksamkeitsstörung gesprochen werden kann.

 

Behandlung

Die Möglichkeiten der Behandlung sind vielfältig. Es hängt vom Einzelfall und der Ausprägung der Symptome ab, welche Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll einzusetzen sind. Von Fachgesellschaften wird zur verhaltenstherapeutischen Behandlung geraten. Sollten die Symptome sehr ausgeprägt sein, was meist mit einer Zuspitzung der familiären oder schulischen Lage einhergeht, ist auch eine medikamentöse Behandlung zu bedenken. Bei geringer Symptomstärke ziehen viele Eltern Behandlungsversuche mit Homöopathika und Nahrungsergänzungsmitteln vor.

Zur Startseite

ADS, ADHS, Angst, Angststörung, Aufmerksamkeitsdefizit, Bad Aibling, Bettnässen, Depression, Dyskalkulie, Ebersberg, EEG, Einschulung, Entwicklungsstörung, Ergotherapie, Erziehung, Erziehungsberatung, Familientherapie, Gutachten, Hochbegabt, Hochbegabung, Hyperaktiv, Intelligenztest, Kind, Kinder, Kinderpsychiater, Kinderpsychiatrie, Kinderpsychologe, Leseschwäche, Lesestörung, Legasthenie, LRS, Miesbach, München, Oberbayern, Prien, Prüfungsangst, Psychotherapie, Rechenschwäche, Rechenstörung, Rechtschreibstörung, Rechtschreibschwäche, Rosenheim, Schulangst, Schultest, Sozialverhalten, Test, Untersuchung, Verhaltensstörung, Wasserburg, Zwang, Zwangsstörung